Als Human-Physio (B.Sc.) mit Berufserfahrung und Pferde-Physio in Ausbildung arbeite ich auf dem aktuellsten Stand der Wissenschaft, vor allem im Bereich der Schmerzwahrnehmung und Rehabilitation nach Verletzungen.

Als Pferdetrainerin arbeite ich nach den Grundsätzen des Natural Horsemanship.

Daraus entstand ein auf den Grundlagen des Natural Horsemanship und der modernen Bewegungswissenschaften aufgebautes Konzept für Pferd und Mensch. Schwerpunkt ist hierbei die gemeinsame gymnastizierende Grundlagenarbeit vom Boden aus, auf der später auch schwere Lektionen spielend aufgebaut werden können.

Wie alles begann…

2013 erfüllte sich ziemlich plötzlich und unvorbereitet mein sehnlichster Wunsch nach einem eigenen Pferd. Quasi über Nacht zog mein ehemaliges Reitbeteiligungspferd bei mir ein und stellte meine bisherigen Erfahrungen in Frage und mein lang gesammeltes Wissen über Pferde auf den Kopf.

Der Viereckakrobat aus der Box zog in den Offenstall zu Pferdekumpels und plötzlich standen wir vor Herausforderungen, die ich mir nie im Leben hätte träumen lassen. Unter anderem zeigte sich recht schnell ein erhebliches Kommunikationsproblem zwischen ihm und anderen Pferden als auch zwischen ihm und mir.

Wo sein junger Pferdekumpel leichtes Spiel hatte, die pferdischen Instinkte in geregelte Bahnen zu lenken und ihn in seiner Herdenposition zu bestärken und zu festigen, versagte ich in unserer Mensch-Pferd-Beziehung kläglich. An ein harmonisches Miteinander war nicht zu denken, dementsprechend schlecht standen meine Chancen, mit ihm zielführend zu arbeiten…

… und wie ich zu dem Menschen wurde, der ich jetzt bin

Schnell war mir klar, dass wir so nicht weiter machen können. Also holte ich mir Hilfe bei einer Trainerin, die nach den Grundsätzen des Horsemanship arbeitete. Sie zeigte mir die Grundlagen der Verständigung, machte mich aufmerksam und selbstsicher in der Führungsrolle. Innerhalb kurzer Zeit entspannte mein Pferd neben mir und überließ mir die Führungsposition. Und es kam wie es kommen musste: Uns wurde langweilig… Führtraining, longieren, einfache Freiarbeit. Alles klappte und war uns nach einigen Monaten in Fleisch und Blut übergegangen.

Also begann ich, auf Grundlage der Anatomie und der Trainingslehre die Bodenarbeit für uns zu entdecken. Ich las mich durch unzählige Bücher, Blog-Beiträge und Artikel und probierte alles aus, was mir als sinnvolle Ergänzung zu unserem sonstigen Trainingsplan erschien.

Stück für Stück zeigte sich eine deutliche Veränderung im Bewegungsablauf, die Rückenlinie verbesserte sich ebenso wie die Balance und Koordination.

Aufmerksam beobachtet von anderen Pferdebesitzern und -besitzerinnen wurde ich irgendwann gefragt, ob ich mich auch ihrer Pferde mal annehmen würde. Das tat ich und jedes Pferd brachte weiteren Input in mein Trainingskonzept, fand Auswege und Nischen, um sich vielleicht eben doch nicht anstrengen zu müssen oder zeigte ganz spontan eine Antwort auf eine noch gar nicht bewusst gestellte Frage.

Und jetzt bin ich hier, an einem Punkt wo ich glaube, auf festen Grundpfeilern aufbauen zu können. Und doch weiß ich, dass wieder ein Pferd meinen Weg kreuzen wird, für das es ein Kinderspiel ist, alles wie ein Kartenhaus in sich zusammen fallen zu lassen. Doch jedem Ende wohnt ein neuer Anfang inne und ich freu mich drauf 🙂