Hier wird noch gemalt. Bitte noch etwas Geduld…

Aber was kommt hier hin?

Ich möchte euch hier ein paar mehr oder weniger Bekannte „Trainingsprobleme“ vorstellen, und zwar erst einmal in Bezug auf das körperliche Befinden, Schmerzwahrnehmung und angepasstes Training. 

Gerne könnt ihr mir Themen „zurufen“, die ich für euch aufarbeite und hier veröffentliche.

 

Die Tiefenmuskulatur – was ist das und vor allem: für was?

Die Tiefenmuskulatur ist die tiefste Schicht der Muskulatur. Sie sitzt in direkter Nachbarschaft zu den Knochen und hat damit auch einen großen Einfluss auf die Gelenke. 

Wenn ein Muskel sich zusammen zieht, muss sein Gegenspieler nachlassen, erst dann kann das Gelenk sich bewegen. Nun ist es aber so, dass viele Muskeln seeeehr groß sind, und dementsprechenden Einfluss auf viele Gelenke haben. Das beste Beispiel ist hier der lange Rückenstrecker. Er beginnt vereinfacht gesagt am Hinterhaupt und zieht sowohl beim Mensch als auch beim Pferd bis ans andere Ende der Wirbelsäule. Somit wirkt er auf jede gelenkige Verbindung zwischen den Wirbelkörpern.

Damit wir uns nicht in ein Taschenmesser verwandeln, und einfach hintenrum zusammenklappen, hat die Natur uns vorne an Bauch und Hals ähnlich große aber genau so starke Muskeln verpasst, die das Gleichgewicht rund um die Wirbelsäule aufrecht erhalten.

Da große Muskeln aber große Bewegungen machen und das für uns ganz schön anstrengend wäre, den ganzen Tag über riesige Bewegungen jede Bodenunebenheit ausgleichen zu müssen, haben wir noch ganz viele kleine Muskeln, die tief in unserm Rumpf beständig arbeiten müssen um uns aufrecht zu halten.

Je unebener der Boden über den wir laufen, um so mehr müssen die tiefen Muskeln arbeiten. Sind diese schlecht trainiert, weil wir den ganzen Tag auf der Couch lümmeln oder das Pferd den ganzen Tag gezwungener Maßen in der Box stehen muss, übernehmen die großen Muskeln notdürftig eine Aufgabe, für die sie nicht geschaffen sind. Sie verkrampfen in dem Versuch, uns aufrecht zu halten, werden dadurch schlecht durchblutet und senden irgendwann Hilfeschreie ans Gehirn => der Rückenschmerz ist entstanden. Die „Funktionsweise“ vom Rückenschmerz ist prinzipiell identisch bei Pferd und Mensch, nur muss das Pferd nicht allzu selten in seiner kurzen Bewegungszeit auch noch ein Gewicht auf den schmerzenden Muskeln ertragen.

Wenn ihr euer beider Rücken etwas gutes tun wollt geht also spazieren. Je unebener das Gelände, um so besser! Achtet aber darauf, dass ihr langsam mit dem Training beginnt, sonst aktiviert ihr wieder zu stark die arme Muskulatur, die eh schon am Arbeitsmaximum ist.